40 Minuten

7. Februar 2010 von bullkater

Als Ex-Berufspendler geniesse ich seit nun einem Jahr die Vorteile die sich daraus ergeben, dass sich mein Weg zwischen Wohnort und Arbeitsstelle, durch einen taktischen Umzug, von ehedem 50Km auf nun etwa 4Km verkürzt hat.
So ist z.B. mein Fahrrad zu neuen Ehren gekommen, weil es sich wieder zum Transportmittel der 1. Wahl mausern konnte. Öffentliche Verkehrsmittel sind an den Tagen eine Alternative, an denen widigstes Winterwetter das Fahren mit dem Rad zu einem blödsinnigen Risiko werden lässt.
Ohne es an dieser Stelle wissenschaftlich belegen zu können oder zu wollen, kann ich schon jetzt vermelden, dass sich schon dieser Zugewinn an alltäglicher Bewegung positiv auf mein Wohlbefinden auswirkt.

Jüngst hörte ich im Radio einen Beitrag, in dem gesagt wurde, dass sich der Durchschnittsbürger noch in den 60′er und 70′er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, deutlich mehr körperlich bewegt habe, als es heute der Fall ist. Demnach soll man damals durschnittlich noch über 20km per pedes und das pro Tag zurückgelegt haben.

[Ein anderer Beitrag ähnlichen Inhaltes behauptet z.B.:
"Vom Dauerläufer zum Sitzenbleiber
Gegenüber den 120.000 Generationen von Jägern und Sammlern stellt unsere Computergeneration eine Promilleanteil der Menschheitsgeschichte dar. Doch wir haben es in nur einer Generation vollbracht, vom mehrheitlichen Laufen zum übermäßigen Sitzen überzugehen. 7.000 Schritte empfiehlt die WHO pro Tag. Das sind etwa fünf Kilometer. Der durchschnittliche Wohlständler bringt es auf 300 bis 700 Meter."
Quelle: 1live]

Kann man sich vor diesem Hintergrund eigentlich noch wundern, dass wir Wirtschaftswunderenkel, zumindest statistisch, zunehmend mit Gewichtsproblemen zu kämpfen haben? – Nahezu gänzlich unsportliche Menschen, wie ich selbst einer bin, finden hier eventuell einen Hinweis auf eine mögliche Ursache für ihre “unerklärliche” Verpummelung. (…. denn natürlich essen wir nicht viel! Viele Pummel wie ich, glauben sogar weit weniger zu essen, als es schlanke Menschen tun… ;-) Ein gar magischer Selbstbetrug!)

In der vergangenen Woche habe ich mich einfach mal auf den Weg begeben und bin zur Arbeitsstelle gelaufen. Um mit dem Fahrrad zu fahren, war es eh zu glatt. Ich brauchte etwa 40 Minuten; allerdings war die “Loipe” schlecht präpariert, so dass bei lauffreundlichem Wetter die Zeit noch leicht zu unterbieten sein wird.
Abgesehen davon, dass mich diese Wegstrecke nicht umbrachte, bot sie die treffliche Gelegenheit, meine Füsse wieder an mein Freizeit-Schuhwerk zu gewöhnen…

Freizeitschuhwerk

In dieser Saison werde ich ganz bestimmt nicht unvorbereitet auf irgendwelche Wanderwege gehen, sondern alltagsgestählt! ;-)

Die 100 000 DM – Frage

24. Januar 2010 von bullkater

Zugegeben: Der Vorgang ist schon etwas älter. Nachdem dergleichen aber irgendwie auch “Alltag” ist, bleibt er in meinen Augen aktuell.

Anlässlich von Landtags- oder Bundestagswahlen, wundern sich Politiker recht häufig über eine Zunahme von Politikverdrossenheit. Über deren Ursachen und Gründe wird gegebenenfalls gerne wild spekuliert. Politikwissenschaftler sprechen inzwischen weniger von “Politikverdrossenheit”, als vielmehr von einer “Politikerverdrossenheit”.
Oft wird von letzteren eine Entfremdung der Politiker von den Bürgern erwähnt.

Ein Politiker ist ein von den Bürgern gewählter Volksvertreter – das ist den Bürgern im Regelfall bekannt.
Als Vertreter des Volkes ist ein Politiker dem Bürger tatsächlich Rechenschaft schuldig. Das ist eines der Merkmale einer Demokratie. (Und das ist womöglich nicht allen Politikern bekannt.)
Schon aus organisatorischen Gründen kann natürlich nicht jeder Bürger zu jeder Tages- und Nachtzeit dem einzelnen Politiker diese Rechenschaft abverlangen. An dieser Stelle kommen Journalisten einige wichtige Aufgaben zu. Sie formulieren Fragen und stellen sie zu geeigneter Zeit – z.B. anlässlich von Pressekonferenzen.
Gelegentlich kann den Bürger jedoch das Gefühl beschleichen, dass ihm und seinen Fragen an die Politiker nicht mit dem nötigen Respekt begegnet wird.

Beispiel:

Hier wird die Frage eines Journalisten mit einer beispiellosen Arroganz abgeferkelt.
Alleiniger Sinn und Zweck einer Pressekonferenz ist nicht, den Politikern ein Forum zu liefern, um ihre Meinungen, Pläne oder Statements zu veröffentlichen, sondern eine wichtige Funktion einer solchen Zusammenkunft ist es auch, ein Forum für Bürger zu sein, in dem stellvertretend von Journalisten formulierte Fragen an die Politiker gestellt werden.
Hierbei ist es in meinen Augen ohne weiteren Belang, ob den Politikern die Fragen gefallen.
Eine Pressekonferenz ist also auch ein Ort an dem Politiker vor dem Bürger Rechenschaft ablegen.

Eine tolle Sache wenn es funktioniert!

Wenn nun aber Politiker, nicht frei von einer unübersehbaren Selbstgerechtigkeit, Fragen übergehen oder bestimmten Fragen ausweichen, dann weichen sie damit auch dem Bürger aus.
Vor diesem Hintergrund kann es nicht mehr verwundern, wenn der Bürger mit Verdrossenheit reagiert.

Aber womöglich sind die Fragen von Journalisten (und auch die Fragen einiger Bürger) einfach nicht intelligent genug!?:

Dreckkekse

15. Januar 2010 von bullkater

Wer in diesen Tagen die Nachrichten verfolgt, dessen Blick wird unweigerlich auf Haiti gelenkt.
Und das ist auch gut so!

Wenn wir aber nun fassungslos die Bilder von den Folgen des jüngsten Erdbebens betrachten, dann stellt sich aber auch die Frage, wie wir unsere Fassung derart lange behalten konnten.

In Haiti wurde Dreck gegessen – und das schon lange vor der aktuellen Katastrophe.
Um die schmerzhaften Auswirkungen grössten Hungers zu bekämpfen, wurden aus Dreck (Lehm) “Kekse” “gebacken”. Bisher hat selbst der Einsatz einiger Hilfsorganisationen, die sich schon länger um die Menschen in dem Land sorgten, nichts daran ändern können.

“Spiegel online” zu dem Thema.
[dieser Artikel bei spiegel-online ist vom 29.1.2008 (!)]
Fotostrecke zum Thema.

Nicht, dass ich falsch verstanden werde:
Es ist gut, dass wir auf Haiti schauen.
Noch besser wäre es aber, wenn wir nicht und nie vergessen, dass das Elend in der Welt nicht das Ergebnis einzelner Naturkatastrophen ist. – Oft ist es Menschenwerk.

Die Menschen in Haiti und die Menschen in vielen weiteren Ländern bezahlen schon lange den Preis für unseren Wohlstand.
Es ist nur recht und billig, wenn wir für die Ärmsten der Armen* spenden. – Womöglich sogar motiviert durch ein schlechtes Gewissen.

* Die Ärmsten der Armen

Ruf mich an!

12. Januar 2010 von bullkater

Eben erst habe ich einen Anruf von einer etwas unmotivierten Dame erhalten, die mir etwas lustlos zu einem Gewinn von 362,80 € gratulierte. Im selben Atemzug dankte sie mir für die Teilnahme an dem nun glückbringenden Gewinnspiel.
Meinen Einwand, ich hätte zu keiner Zeit an irgendeinem Gewinnspiel teilgenommen, konterte sie ebenso frech wie barsch mit der Behauptung, dass ich dergleichen wohl doch getan haben müsse, denn ansonsten wäre es ihr ja nicht möglich mich anzurufen. Ich wäre wohl nur etwas vergesslich.

Ich selbst halte es ja für unklug, mir schon unmittelbar nach dem ersten Frühstückskaffee dergleichen zu unterstellen und fragte nach, woher die Dame denn wohl meine Telefonnummer habe.

Die wäre Teil meines Eintrags zum besagten Gewinnspiel, denn ich ihren Unterlagen entsprechend am Dienstag den 26.6.2007 unternommen hätte.
Die Genauigkeit dieser Angabe beeindruckte mich kurz, verleitete mich aber im nächsten Moment zu der Frage, wie sie mir Vergesslichkeit unterstellen könne, wenn ich sogar über die seherische Gabe verfügen würde, eine eigene Telefonnummer zu erahnen die mir erst Jahre später zugeteilt werden würde.
Schliesslich wohne ich erst seit weniger als einem Jahr am Ort meiner derzeitigen Sesshaftigkeit.

Konstant unfreundlich pampelte mich die Frau am Fernsprecher nun an, dass es meine Entscheidung wäre an dem Gewinnspiel teilgenommen haben zu wollen und wenn ich seinerzeit nicht teilgenommen haben wolle, dann hätte ich auch nichts gewonnen.
Dieser intelligenten Folgerung konnte ich mich anschliessen, worauf meine Gesprächspartnerin auflegte, noch bevor ich ihr für den frühen Anruf an einem freien Tag danken konnte.

Ich beneide die armen Menschen in Callcentern nicht um ihre Arbeit. Grade dann nicht, wenn sie ihren Arbeitstag mit Anrufen bei dickfelligen und unwilligen Gesprächspartnern beginnen müssen…. ;-)

Geocaching

20. Dezember 2009 von bullkater

Was findet man?

Angeregt Durch einen Beitrag einer mir bekannten Bloggerin unter

“geocachen-was-findet-man”

zu dem Thema möchte ich auch mal einige Beispiele aufzeigen. :-)

Recht häufig findet man die Caches in Form von Filmdosen vor.
Ich hoffe, das wird auch in Zeiten der Digitalfotografie so bleiben, denn das Format ist in meinen Augen recht sinnvoll:

Auch sehr hübsch sind die kleineren, offiziellen Cachebehälter:

Neben Plastikdosen der unterschiedlichsten Grössen, die auch kleinen „Spielzeugen“ (oft kleine Figuren aus Kinder-Überraschungseiern) Platz bieten, lassen sich auch vergleichsweise grosse Kisten finden:

Kiste

Ich selbst mag ja die kleineren Caches sehr gerne. Solche die belegen, dass ein kreativer Kopf der Verstecker war. Das erschwert allerdings das Auffinden, aber wenn man endlich doch einen solchen Fund verbuchen kann, dann ist die Freude schon sehr gross.

In Dänemark fand ich im längst vergangenen Sommer zum Beispiel diese Schraube.
(Die Koordinaten behalte ich für mich – sucht doch selbst!) ;-)

Schraube1

Auf den ersten Blick ist an dieser nichts ungewöhnlich. Doch wenn man erstmal einige freche Verstecke gefunden hat, vermutet man die List.

Schraube2

In dem Gewindeteil der Schraube befand sich in einem ausgebohrten Hohlraum das eng zusammengerollte Logbuch. Alles zusammen war magnetisch unter einer Parkbank befestigt und war eigentlich nur eine Schraube die an dem Ort keine mechanische Funktion hatte.

Ein Versteck nach meinem Geschmack! :-)

Paprikakuchen

20. Dezember 2009 von bullkater

160g Kartoffeln
160g Mehl
80g Butter
2 etwas grössere Zwiebeln
3 bunte Paprika
4 Essllöffel Öl
500g gemischtes Hack
3 Eier (M)
160ml Milch
150g Creme Fraiche
2 Esslöffel Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Paprikapulver

Geschälte und gewürfelte Kartoffeln in Salzwasser weichkochen.
Abgiessen, zerdrücken und mit dem Mehl, der Butter und 1/2 Teelöffel Salz zu einem Teig verkneten.

Eine am Boden mit Backpapier belegte Springform (24cm Durchmesser) kleidet man dann mit diesem Teig aus (Boden und Wand).

Zwiebeln würfeln,
Paprika waschen, entkernen und ebenfalls klein würfeln.
Beides etwa 4 Minuten in heissem Öl brutzeln.
Danach den Kram aus der Pfanne nehmen und in jener dann das Hack krümelig braten. Mit dem Pfeffer und dem Paprikapulver würzen.
Das krümelige Hack mit dem Paprika und den Zwiebeln vermischen und in die mit dem Teig ausgekleidete Springform geben.

Eier, Milch, Creme Fraiche und Tomatenmark mit etwas Salz und Pfeffer verquirlen und über den Belag giessen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Nach ca. 45 Minuten Backzeit ist der Paprikakuchen fertig.

Bisher fanden das alle Versuchspersonen lecker. ;-)

So ähnlich wie Elsässer Flammkuchen

21. November 2009 von bullkater

Habe mir heute mal einen “Elsässer Flammkuchen” gemacht.
Nicht zuletzt, weil es recht fix geht, sehr einfach ist und (mir zumindest) sehr gut schmeckt; und preiswert ist es ausserdem.
Allerdings habe ich etwas “geschummelt”, indem ich Vollkorn Roggen-Mehl verwendete.

Für eine Person sieht das dann so aus:

100 g Vollkorn Roggen-Mehl
ein bisschen Salz
1 EL Oel
70 ml Wasser

100 g Crème Fraiche
etwa 2 EL süße Sahne
1 grosse Zwiebel
75 g Schinkenwürfel

Aus dem Mehl, Oel, Salz und dem Wasser knetet man sich einen Teig, den man anschliessend sehr dünn ausrollt.

Crème Fraiche und süsse Sahne vermengt man miteinander und bestreicht damit den Teig.
Die Zwiebel schneidet man sich in Ringe oder Streifen und verteilt diese dann mit den Schinkenwürfeln auf dem bestrichenen Teig.

Bei ca. 180 bis 200 °C kommt dann alles in den Backofen und nach etwa 20 Minuten isset fertig. ;-)

[Für 2 Personen verdoppelt man einfach die Mengenangaben - damit dürfte man dann ein ganzes Backblech voll bekommen]

“Gut zu wissen”

18. November 2009 von bullkater

In einem heute gezeigten Fernsehquiz (“Gut zu wissen” – ZDF) kam folgende Frage auf:

[Gedächtniszitat]

Welche der vier Antworten trifft zu? (Über) Eine Milliarde Menschen auf der Welt leben…

A. …von weniger als einem Dollar am Tag.
B. …in Slums
c. …ohne Zugang zu sauberem Wasser
D. …als Analphabeten

Die Antwort ist nicht so schwer wie es scheint, denn alle vier Aussagen sind richtig.

Wenn man sich dieses gelegentlich vergegenwärtigt, fällt einem womöglich das Jammern und das Klagen etwas schwerer, und man kommt zu einer gewissen Demut.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass man in unseren Breiten lebend, mindestens(!) zu dem 6/7 Teil der Menschheit gehört, dem es in etlichen Punkten deutlich besser geht als einem anden Siebtel.
(Und das auch schon, wenn man unterstellt, dass es sich bei jeder der vier Aussagen um stets die selben Menschen handelt)

Kattis Schild

11. November 2009 von bullkater

“50″

Es steht wieder ein Kreuz an deiner Straße, es gehört wohl irgendeinem Daniel, der das Unglück hatte unausweichlich zu sein.
Deine Straße ist es ja nun nicht wirklich, aber es ist die Straße, an der dein Schild steht.
Kam gestern daran vorbei; ein komisches Gefühl, auch noch nach so vielen Jahren.
Hatte alte Freunde besucht und nahm diesen Weg auf meiner Rückfahrt.

Deine Eltern leben auch schon lange nicht mehr in dem kleinen Vorort, in dem wir Nachbarn waren; auch mein Eltern sind vor einiger Zeit weggezogen, weiter ins Zentrum.
Schon deswegen komme ich nicht mehr oft an deinem Schild vorbei.

Erinnere mich noch gut an dich; war so etwa zehn oder elf Jahre alt , als du geboren wurdest.
Weiß noch genau, dass deine Eltern unheimlich froh und glücklich waren, ein gesundes Mädchen bekommen zu haben.
Drei Jungs hatten sie schon… damals allesamt Rabauken.

Andreas hab ich irgendwann mal getroffen. Ein ganz normaler Typ ist er geworden, vielleicht war er es aber auch schon immer,
ich hatte nie so den Draht zu ihm, er war mir stets etwas zu laut… früher.
Als ich ihn zufällig mal traf, machte er einen ruhigen Eindruck.
Keine Ahnung, was deine anderen Brüder heute so treiben, damals jedenfalls waren sie laut, wild und rotzfrech.

Keiner im Ort konnte sich vorstellen, dass du gegen deine Brüder würdest bestehen können…
aber du wurdest ein großartiges Mädchen, direkt, immer freundlich, und du warst ein wunderschönes Kind.
Dreibrüdergestählte Katti, ich mochte dich.

Als du etwa fünf Jahre alt warst, hast du mir mal eine Blumenkette geschenkt, einfach so.
Aus Gänseblümchen.
Ich bin fast gestorben, denn es gab damals wohl kaum etwas peinlicheres als von einem kleinen Mädchen Blümchen geschenkt zu bekommen.
Heute weiss ich, dass ich damals selbst noch ein Kind war.

Irgendwann hast du mal bei uns in der Einfahrt gestanden, dein Fahrrad an deiner Seite.
Ich selbst werkelte gerade an meinem Mofa herum, an diesem Gefährt, welches niemals schneller fahren wollte als 30 km/h, egal welches Teil man auch entfernte, oder an welcher Stelle man auch manipulierte.
Damals hab ich das Fahrzeug für einen Fehlkauf gehalten.

“Mach mal fertig!”, sagtest du, indem du zu deinem Fahrrad schautest und du meintest ganz offensichtlich, dass ich die abgesprungene Kette wieder richten sollte. Natürlich habe ich dein Fahrrad wieder ‘fertig’ gemacht, denn ich mochte dich immer. Meine eigenen Schwestern hätten schon sehr gestaunt, wenn sie mich bei sowas erwischt hätten, denn ich hatte öfter mit deinem Rad zu tun, als dass ich deren Räder jemals angefasst hätte. Du wusstest immer, was du wolltest.
Alle haben dich immer Katti genannt, Katharina war dein Name.
Ich glaube, dich haben alle gemocht und lange hat dich niemand vergessen.

Übersehen wurdest du im Alter von elf Jahren.
Dreibrüdergestählte Katti, robuste Rabaukenschwester…
zu weich für einen Ford Taunus.

Dein Kreuz haben sie dir sehr schnell an deine Straße gestellt. Du wolltest vom Nachmittagssport heimlaufen, hast alles richtig gemacht. Du warst auf der richtigen Strassenseite.
Jeder aus dem Ort kennt deine Straße, die leichte Biegung an ihrem Anfang und den geraden Auslauf bis ins Zentrum der Stadt. Man durfte dort schon immer nur fünfzig fahren.
Geschlossene Ortschaft!
Dein Kreuz stand noch immer dort, als sie dein Schild aufstellten.
Eine “50″ steht auf deinem Schild.
Für mich wird es immer deines bleiben, liebe Katti.
Dein Kreuz und deine Blumen sind schon lange nicht mehr da…. aber dein Schild trotzte den letzten 20 Jahren.

Und viele trotzen deinem Schild.

Ein ortskundiger Fahrer hat vor kurzem irgendeinen Daniel übersehen, oder ihn zumindest für unausweichlich gehalten. Denn man darf 50 km/h fahren…. aber es geht auch schneller…. zumindest, wenn man ortskundig ist!
Als ich an deinem Schild vorbei fuhr, hupten einige hinter mir….
ich war wohl zu langsam….

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[DiesenText habe ich vor einigen Jahren (Air, 12.02.2006) bereits mal unter dem Nick "Air"  in einem Artikelforum eines Singleportals veröffentlicht.  Später hatte ich ihn in einem Blog bei YAHOO nochmal gepostet (den Blog gibt es allerdings nicht mehr)]

der block und der anfang

1. November 2009 von bullkater

nun habe ich auch ein blog bei wordpress,
eine leere seite

nun gut… so fängt es nun mal an…

möglicherweise wird dieser “block” irgendwann einmal eher einer sammlung von zetteln gleichen, als einer durchdachten struktur zu folgen…
mal schauen was daraus wird, oder ob etwas daraus wird, oder ob alles irgendwann mal wieder
- womöglich fast beiläufig – zusammengeknüllt wird. :-)