Als Ex-Berufspendler geniesse ich seit nun einem Jahr die Vorteile die sich daraus ergeben, dass sich mein Weg zwischen Wohnort und Arbeitsstelle, durch einen taktischen Umzug, von ehedem 50Km auf nun etwa 4Km verkürzt hat.
So ist z.B. mein Fahrrad zu neuen Ehren gekommen, weil es sich wieder zum Transportmittel der 1. Wahl mausern konnte. Öffentliche Verkehrsmittel sind an den Tagen eine Alternative, an denen widigstes Winterwetter das Fahren mit dem Rad zu einem blödsinnigen Risiko werden lässt.
Ohne es an dieser Stelle wissenschaftlich belegen zu können oder zu wollen, kann ich schon jetzt vermelden, dass sich schon dieser Zugewinn an alltäglicher Bewegung positiv auf mein Wohlbefinden auswirkt.
Jüngst hörte ich im Radio einen Beitrag, in dem gesagt wurde, dass sich der Durchschnittsbürger noch in den 60′er und 70′er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, deutlich mehr körperlich bewegt habe, als es heute der Fall ist. Demnach soll man damals durschnittlich noch über 20km per pedes und das pro Tag zurückgelegt haben.
[Ein anderer Beitrag ähnlichen Inhaltes behauptet z.B.:
"Vom Dauerläufer zum Sitzenbleiber
Gegenüber den 120.000 Generationen von Jägern und Sammlern stellt unsere Computergeneration eine Promilleanteil der Menschheitsgeschichte dar. Doch wir haben es in nur einer Generation vollbracht, vom mehrheitlichen Laufen zum übermäßigen Sitzen überzugehen. 7.000 Schritte empfiehlt die WHO pro Tag. Das sind etwa fünf Kilometer. Der durchschnittliche Wohlständler bringt es auf 300 bis 700 Meter."
Quelle: 1live]
Kann man sich vor diesem Hintergrund eigentlich noch wundern, dass wir Wirtschaftswunderenkel, zumindest statistisch, zunehmend mit Gewichtsproblemen zu kämpfen haben? – Nahezu gänzlich unsportliche Menschen, wie ich selbst einer bin, finden hier eventuell einen Hinweis auf eine mögliche Ursache für ihre “unerklärliche” Verpummelung. (…. denn natürlich essen wir nicht viel! Viele Pummel wie ich, glauben sogar weit weniger zu essen, als es schlanke Menschen tun…
Ein gar magischer Selbstbetrug!)
In der vergangenen Woche habe ich mich einfach mal auf den Weg begeben und bin zur Arbeitsstelle gelaufen. Um mit dem Fahrrad zu fahren, war es eh zu glatt. Ich brauchte etwa 40 Minuten; allerdings war die “Loipe” schlecht präpariert, so dass bei lauffreundlichem Wetter die Zeit noch leicht zu unterbieten sein wird.
Abgesehen davon, dass mich diese Wegstrecke nicht umbrachte, bot sie die treffliche Gelegenheit, meine Füsse wieder an mein Freizeit-Schuhwerk zu gewöhnen…
In dieser Saison werde ich ganz bestimmt nicht unvorbereitet auf irgendwelche Wanderwege gehen, sondern alltagsgestählt!





